Veranstaltungskalender

Bildungsurlaub: „Vogelsang Internationaler Platz: Vergangenheit, Natur erleben, weiter denken im Nationalpark Eifel"

19. Juni 2018

Bildungsurlaub: „Vogelsang Internationaler Platz: Vergangenheit, Natur erleben, weiter denken im Nationalpark Eifel“
Von Montag, 25. bis Freitag, 29. Juni 2018
Reiseleitung: Gotthard Kirch und Brigitte Jansen (Akademie Vogelsang IP)
Veranstalterin: Heinrich Böll Stiftung NRW

Im Nationalpark Eifel darf sich die Natur wieder frei entfalten. Inmitten der neu entstehenden Wildnis liegt ein Ort von internationaler Bedeutung und Interesse: Vogelsang Internationaler Platz (kurz IP).

Die ehemalige Ordensburg Vogelsang ist – 100 Hektar groß – eine der größten Hinterlassenschaften der Nationalsozialisten. Sie wurde erbaut, um die Führungselite des NS-Regimes auszubilden (NADAP). Deren Biografien und Bestimmung sich als
„Herrenmenschen“ zu begreifen ist Fokus des NS-Dokumentationszentrums Vogelsang. Welche Ziele wurden 1930er Jahren mit und in der Ordensburg verfolgt? Welche Bilder erschaffen, welche Emotionen angesprochen? Wie kann die Faszination des Ortes und seiner Ideologie erklärt werden? Welche Erkenntnisse lassen sich für unsere Gegenwart gewinnen, in der völkisches Denken wieder öffentlich propagiert wird und Anklang findet? Das Begehen und Erfahren von Geschichte findet jedoch nicht irgendwo statt, sondern in einer ganz besonderen Landschaft: dem Nationalpark Eifel. Ein Blick vom Adlerhof in Vogelsang genügt, um den Drang zu verspüren sich in die Natur zu bewegen. Einmal eingetaucht in die Laubwälder, artenreichen Graslandschaften und die tief eingeschnittenen Täler stellen sich Fragen nach der Idee „Nationalpark“, der Geschichte der Entstehung dieses Großschutzgebietes und der konkreten Umsetzung der Schutzziele. Radtouren und Wanderungen führen Sie in diese Naturlandschaft. Letztlich stellen wir auch die Frage nach dem Verhältnis von Naturschutz und Nationalsozialismus.

2016 wurde das Forum Vogelsang IP mitten im Nationalpark Eifel neu eröffnet. Die beiden Dauerausstellungen „Bestimmung: Herrenmensch“ und „Wildnis(t)träume“ nutzen Bild-, Ton, und Filmdokumente, ungewöhnliche Installationen und interaktive Elemente, um die Geschichte des Standortes und die Nationalparkidee für die Besucher*innen erlebbar zu machen.

Zielsetzung:
Ziel ist es, das Forum Vogelsang, seine Ausstellungen, seine zentrale Lage und die überaus reizvolle Landschaft zu nutzen um erstens jedes der beiden Themen zu ergründen und zweitens die auf den ersten Blick nicht erkennbaren Verbindungen – welche Bedeutung z.B. der Naturschutzgedanke im Nationalsozialismus hatte - herauszuarbeiten.

Zielgruppe
Interessierte, die sich politisch bzw. beruflich mit Naturschutzfragen, der Geschichte des Nationalsozialismus und nachhaltiger Regionalentwicklung beschäftigen. Mitarbeiter anderer Großschutzgebiete und Mitglieder von Natur- und Umweltschutzinitiativen und – verbänden, Aktive in Geschichtsvereinen und Gedenkorten, Engagierte gegen Rassismus &Faschismus, Kommunal- und Regionalpolitiker, Stadtplaner und Wirtschaftsförderer.

Unterkunft
Das Kurparkhotel Schleiden-Gemünd ist ein inhabergeführter Betrieb, der Wert auf biologische wie regionale Nachhaltigkeit bei Essen und weiteren Produkten legt. Die Zimmer sind liebevoll eingerichtet und bieten hohen Schlafkomfort. Die Doppelzimmer haben einen Balkon. Es gibt eine Sauna. Es ist ein Fahrservice nach Vogelsang organisiert Es finden durchschnittlich mindestens 6 Unterrichtsstunden pro Tag statt. Wir behalten uns Änderungen im Programmablauf vor. Stand: Oktober 2017.

Anmeldung unter:

https://veranstaltungen.boell-nrw.de/index.php?schritt=1&kathaupt=5&knradd=18-2601

 

 

Montag
11:00 – 12:30 Uhr Begrüßung durch beide Referent*innen, Kennenlernen,
Vorstellung des Ablaufes
Vortrag zur Idee des Nationalparks
90 min 
12:30 – 14:00 Uhr Mittagessen  
14:00 - 17:00 Uhr Plateauführung und Turmbesteigung  180 min 
18:00 - 19:00 Uhr Abendessen   
Dienstag
9:30 – 10:00 Uhr  Vortrag: Das Wegekonzept des Nationalparks 30 min
10:00 – 11:00 Uhr  Fahrt nach Einruhr  
11:00 – 12:30 Uhr Besuch des Nationalpark-Tores in Rurberg - mit Vorstellung
des Kommunikationskonzeptes im Nationalpark und den
konkreten Kooperationen mit dem Tourismus
90 min
12:30 – 13:30 Uhr Mittagessen  
14:15 – 15:45 Uhr Exkursion und Vortrag: Naturerlebniskonzepte und
Barrierefreiheit am Beispiel des „Wilden Weges“.
90 min
16:30 – 17:15 Uhr   Exkursion zur Urftseemauer – seine Bedeutung seit 1904 45 min
18:00 – 19:30 Uhr  Abendessen  
Mittwoch
9:30 – 10:30 Uhr Ausstellungsbesuch mit Begleitung „Bestimmung
Herrenmensch“
90 min
11:00 – 12:30 Uhr Fachvortrag mit Workshop: Täterschaft und Osteinsatz Teil 1 90 min
12:30 – 14:00 Uhr Mittagessen  
14:00 – 16:30 Uhr Fachvortrag mit Workshop: Täterschaft und Osteinsatz Teil 2 120 min
18:00 – 19:30 Uhr Abendessen  
Donnerstag
9:30 – 10:30 Uhr Vortrag: Heinrich Böll und die Eifel – Historisch Literarische Wanderwege und die Liberation Route Europe 60 min
11:00 – 12:30 Uhr Wanderung: Begehen und Erleben der Historisch Literarischen
Wanderwegs „Kall Trail“ und der Liberation Route Europe im
Hürtgenwald – eine der schwersten Schlachten am Ende des
zweiten Weltkrieges
90 min
12:30 - 14:00 Uhr Mittagessen  
14:00 - 16:30 Uhr Fortsetzung Wanderung 150 min
18:00 – 19:30 Uhr Abendessen  
Freitag
9:30 – 11:00 Uhr Vortrag: Naturschutz und Nationalsozialismus 90 min
11:00 – 12:30 Uhr Besuch der Ausstellung Wildnis(t)räume 90 min
12:30 – 13:30 Uhr  Mittagessen  
13:30 – 16:00 Uhr  Abschließender Gang zum „Fackelträger“ mit Abschlussrunde 150 min

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